Senior mit Enkelin auf einer Bank

Wie entsteht eine
Harninkontinenz?

Zur Entleerung der Harnblase ist ein komplizierter Regelmechanismus erforderlich, der das Zusammenspiel der Harnblase, eines Schließmuskelsystems am Harnröhrenausgang und dem Nervensystem steuert. Ist das Zusammenspiel an einer oder sogar mehreren Stellen gestört, kommt es zur Inkontinenz.

von  Redaktion "Zuhause pflegen"

Details zur Anatomie und Funktion des unteren Harntrakts

Grafik eines Rumpfes mit Organen und ableitenden Harnwegen
Der Urin, auch Harn genannt, wird in den Nieren gebildet und über die ableitenden Harnwege ausgeschieden. Zu den ableitenden Harnwegen zählen die beiden Nieren (Kelche und Nierenbecken) und Harnleiter sowie Harnblase und  Harnröhre.


Die Harnblase hat dabei die Besonderheit, nicht nur Entleerungsorgan, sondern auch Speicherorgan zu sein. Sie ermöglicht uns entleerungsfreie Intervalle, deren Bedeutung denjenigen Menschen schnell bewusst wird, die unfreiwillig Urin verlieren, dementsprechend inkontinent sind.

Harnbildung und Harnausscheidung sind für den Organismus lebenswichtige Vorgänge, die folgenden Zwecken dienen: der Absonderung der sogenannten „harnpflichtigen“ Stoffe aus dem Blut (das sind Endprodukte aus den Stoffwechselvorgängen, die vom Körper nicht mehr gebraucht werden bzw. für ihn schädlich sind), der Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes des Körpers sowie der Sicherung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus.